Chemieindustrie
Die Chemieindustrie zählt zu den anspruchsvollsten Branchen für Abbruch- und Sanierungsarbeiten. Produktionsanlagen, Lagertanks, Rohrleitungssysteme und Betriebsgebäude sind häufig durch Chemikalien kontaminiert, befinden sich in Ex-Schutz-Bereichen und unterliegen strengsten Sicherheitsauflagen.
Branchenkontext & Besonderheiten
Der Strukturwandel in der chemischen Industrie, die Verlagerung von Produktionsstandorten und die Stilllegung veralteter Anlagen führen zu einem wachsenden Bedarf an Rückbau- und Sanierungsdienstleistungen. Dabei sind nicht nur technisches Know-how, sondern auch umfassende Kenntnisse der Gefahrstoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung und branchenspezifischer Regelwerke erforderlich.
Westschrott ist als SCCP-zertifizierter Dienstleister (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren-Personal) für Arbeiten in der Chemieindustrie zugelassen. Unsere Mitarbeiter sind im Umgang mit Gefahrstoffen geschult und verfügen über die erforderlichen Nachweise für Arbeiten auf Chemiestandorten.
Gefahrstoffe & Kontamination
- Kontamination von Anlagen, Rohrleitungen und Gebäuden durch Produktionschemikalien
- Umgang mit unbekannten Restbeständen in Behältern und Leitungen
- Asbest, KMF, PAK und PCB
- Notwendigkeit von Dekontamination vor Demontage
Ex-Schutz & Arbeitssicherheit
- Arbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX-Zonen)
- Heißarbeiten nur nach Freigabe und Freimessung
- Inertisierung von Anlagen vor Öffnung
- Ständige Messungen auf brennbare Gase und Dämpfe
- Spezielle Werkzeuge und Geräte für Ex-Bereiche
Standortsicherheit & Zutritt
- SCCP-Zertifizierung und Sicherheitsschulungen erforderlich
- Strenge Zutrittskontrolle und Ausweissysteme
- Werksfeuerwehr-Abstimmung und Genehmigungsverfahren
- Einhaltung standortspezifischer Sicherheitsregeln
- Kommunikation mit Betriebsleitung und HSE-Abteilung
Enge Bebauung & laufender Betrieb
- Arbeiten in unmittelbarer Nähe zu laufenden Produktionsanlagen
- Minimierung von Erschütterungen, Staub und Lärm
- Koordination mit Nachbarbetrieben
- Schutz empfindlicher Infrastruktur (Rohrleitungsbrücken, Versorgungsleitungen)
Wie Westschrott Sie unterstützt
SCCP-zertifizierter Industriedienstleister
Als SCCP-zertifiziertes Unternehmen erfüllen wir die hohen Sicherheitsstandards der chemischen Industrie. Unsere Mitarbeiter absolvieren regelmäßige Sicherheitsschulungen und sind im Umgang mit Gefahrstoffen, Ex-Schutz und standortspezifischen Regelwerken geschult. Wir kennen die Kommunikationswege auf Chemiestandorten und arbeiten eng mit Werkschutz, HSE-Abteilungen und Werksfeuerwehr zusammen.
Dekontamination & Demontage
Vor der Demontage chemisch kontaminierter Anlagen führen wir Dekontaminationsmaßnahmen durch: Spülung, Reinigung, Neutralisation oder mechanische Entfernung von Rückständen. Erst nach Freimessung und Freigabe erfolgt die Demontage. Bei unbekannten Kontaminationen führen wir Beprobungen durch und entwickeln geeignete Sanierungskonzepte.
Behälter- und Rohrleitungsdemontage
Die Demontage von Prozessbehältern, Reaktoren, Kolonnen und Rohrleitungssystemen erfordert Spezialkenntnisse. Wir arbeiten nach schriftlichen Demontageanweisungen, führen Freimessungen durch und setzen bei Bedarf ex-geschützte Werkzeuge ein. Alle Arbeiten werden mit der Betriebsleitung abgestimmt und dokumentiert.
Abfallmanagement für Chemieabfälle
Chemisch kontaminierte Abfälle erfordern eine sorgfältige Klassifizierung und spezialisierte Entsorgungswege. Wir übernehmen die Beprobung, Deklaration und Entsorgung kontaminierter Baustoffe, Dämmmaterialien, Böden und Anlagenteile. Durch unser Netzwerk zertifizierter Entsorger finden wir für jeden Abfall den geeigneten Verwertungs- oder Entsorgungsweg.
SCCP (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren-Personal) ist ein Sicherheitszertifikat für Fremdfirmen, die auf Chemiestandorten arbeiten. Es bescheinigt, dass Unternehmen und Mitarbeiter die hohen Sicherheitsstandards der chemischen Industrie erfüllen. Ohne SCCP-Zertifikat ist ein Zutritt zu vielen Chemiestandorten nicht möglich. Wir sind SCCP-zertifiziert und schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig.
Bei unbekannten Kontaminationen führen wir zunächst Beprobungen durch: Wischproben, Materialproben oder Luftmessungen. Nach Laboranalyse kennen wir Art und Ausmaß der Kontamination und können geeignete Dekontaminations- oder Entsorgungsverfahren festlegen. Erst nach Freimessung erfolgt die Demontage. Dies schützt sowohl unsere Mitarbeiter als auch die Umwelt.
Ja, wir verfügen über die Qualifikation und Ausrüstung für Arbeiten in Ex-Bereichen (ATEX-Zonen 0-2). Unsere Mitarbeiter sind im Ex-Schutz geschult, und wir setzen ex-geschützte Werkzeuge und Geräte ein. Vor Heißarbeiten führen wir Freimessungen durch und holen Erlaubnisscheine ein. Die Abstimmung mit der Werksfeuerwehr ist selbstverständlich.
Sicherheit hat auf Chemiestandorten absolute Priorität. Wir erstellen detaillierte Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitskonzepte, die mit der Betriebsleitung und HSE-Abteilung abgestimmt werden. Alle Arbeiten erfolgen nach schriftlichen Freigaben und unter Einhaltung standortspezifischer Sicherheitsregeln. Tägliche Sicherheitsgespräche und kontinuierliche Messungen sind Standard.
Chemisch kontaminierte Abfälle werden nach AVV klassifiziert und als gefährliche Abfälle (oft mit Abfallschlüssel 17 05 03* oder 17 09 03*) entsorgt. Wir übernehmen die Beprobung, Deklaration, Verpackung und Entsorgung über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe. Sie erhalten eine vollständige Entsorgungsdokumentation mit Nachweisen.
Ja, Bodensanierungen gehören zu unserem Leistungsspektrum. Nach Beprobung und Klassifizierung heben wir kontaminierte Böden aus, trennen nach Schadstoffklassen und führen sie der geeigneten Entsorgung oder Behandlung zu. Bei Sanierungen in Wasserschutzgebieten arbeiten wir mit besonders strengen Sicherheitsmaßnahmen und führen Grundwassermonitoring durch.
Die Projektdauer hängt von Größe, Komplexität und Kontaminationsgrad ab. Kleinere Anlagen oder Teilstilllegungen können innerhalb von Wochen realisiert werden, große Produktionskomplexe erfordern mehrere Monate bis Jahre. Genehmigungsverfahren, Dekontamination und Ex-Schutz-Maßnahmen verlängern die Projektdauer. Nach einem Ortstermin erstellen wir einen realistischen Zeitplan.
Ja, die enge Abstimmung mit der Werksfeuerwehr ist auf Chemiestandorten essentiell. Vor Heißarbeiten holen wir Erlaubnisscheine ein, bei kritischen Arbeiten ist die Werksfeuerwehr in Bereitschaft. Wir nehmen an Brandschutzunterweisungen teil und kennen die Alarmierungswege. Im Notfall wissen unsere Mitarbeiter, wie sie sich verhalten müssen.