Kernkraftindustrie
Die Kernkraftindustrie unterliegt den höchsten Sicherheits- und Strahlenschutzanforderungen aller Industriebranchen.
Unsere wichtigsten Leistungen im Überblick
- Genehmigung nach §25 StrlSchG
- Eigene Strahlenschutzbeauftragte
- Eigene AvO’s für die Baustellenleitung
- Eigene KvO’s für die Bauleitung
- Umfangreiche Dokumentationsleistungen
- Umfangreiche Erfahrungen in der Reststoffbearbeitung
- Umfangreiche Erfahrungen im Transport von Konrad-Containern
- Befähigung zur Beschichtung von Konrad-Containern
Branchenkontext & Besonderheiten
Der Rückbau kerntechnischer Anlagen – vom Reaktorgebäude über Nebenanlagen bis zu kontaminierten Werkstätten – erfordert spezialisiertes Fachwissen, umfangreiche Genehmigungsverfahren und strikte Einhaltung der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV).
Mit dem beschlossenen Atomausstieg in Deutschland stehen zahlreiche Kernkraftwerke vor dem Rückbau. Diese Stilllegungs- und Abbauprojekte erstrecken sich über Jahrzehnte und erfordern Dienstleister mit nachgewiesener Fachkunde, Zuverlässigkeit und Erfahrung im Umgang mit radioaktiven Materialien.
Westschrott verfügt über die erforderlichen Zulassungen und Fachkunde für Arbeiten in Kontrollbereichen kerntechnischer Anlagen. Unsere Mitarbeiter sind strahlenschutzfachlich geschult und arbeiten unter Aufsicht von Strahlenschutzbeauftragten. Wir kennen die besonderen Anforderungen der Genehmigungsbehörden und die Komplexität der radiologischen Freigabe.
Strahlenschutz & Kontamination
- Arbeiten in Kontroll- und Überwachungsbereichen nach StrlSchV
- Umgang mit aktivierten und kontaminierten Materialien
- Dosisreduzierung und ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable)
- Personen- und Inkorporationsüberwachung der Mitarbeiter
- Strikte Zutritts- und Zugangskontrollen
Freigabe & Entsorgung
- Radiologische Charakterisierung der Materialien
- Freimessung für die uneingeschränkte Freigabe
- Konditionierung radioaktiver Abfälle für Zwischen- oder Endlager
- Dokumentation und Nachweisführung gemäß Atomic Law
- Lange Planungs- und Genehmigungszeiten
Komplexe Genehmigungsverfahren
- Stilllegungs- und Abbaugenehmigung nach Atomgesetz (AtG)
- Umfangreiche Sicherheitsanalysen und -berichte
- Einbindung von Atomaufsicht und Genehmigungsbehörden
- Öffentlichkeitsbeteiligung und Behördenkoordination
Technische Komplexität
- Demontage hochaktivierter Komponenten (Reaktordruckbehälter, Biologischer Schild)
- Fernhantierungstechniken in Hochdosisleistungsbereichen
- Dekontaminationsverfahren zur Dosisreduktion
- Zerlegung unter Wasser oder in Heißen Zellen
Wie Westschrott Sie unterstützt
Industrieller Abbruch mit Strahlenschutzkompetenz
Wir führen den selektiven Rückbau kerntechnischer Einrichtungen unter Einhaltung aller Strahlenschutzauflagen durch. Unsere Fachkräfte sind nach StrlSchV geschult und verfügen über langjährige Erfahrung in Kontrollbereichen. Durch sorgfältige Planung, Einsatz geeigneter Demontagetechniken und kontinuierliches Dosismonitoring minimieren wir die Strahlenexposition.
Schadstoffsanierung in kerntechnischen Anlagen
Neben radiologischen Kontaminationen finden sich in Kernkraftwerken häufig auch konventionelle Schadstoffe wie Asbest, PCB oder Schwermetalle. Wir sanieren diese Schadstoffe fachgerecht nach TRGS 519/521 und koordinieren die Arbeiten mit den radiologischen Anforderungen, um Kreuzcontaminationen zu vermeiden.
Abfallmanagement & Freigabe
Wir unterstützen Sie bei der radiologischen Charakterisierung, Sortierung und Konditionierung der anfallenden Materialien. Freigabefähige Materialien werden nach erfolgreicher Freimessung der konventionellen Entsorgung oder Verwertung zugeführt. Radioaktive Abfälle konditionieren wir gemäß den Anforderungen der Zwischen- oder Endlager.
Verschrottung freigegebener Metalle
Nach erfolgreicher Freigabe können metallische Komponenten dem Recycling zugeführt werden. Wir übernehmen die Demontage, den Abtransport und die Verwertung freigegebener Stahlkonstruktionen, Rohrleitungen und Anlagenkomponenten unter Beachtung der Freigabedokumentation.
Kernkraftindustrie FAQ
Alle in kerntechnischen Anlagen eingesetzten Mitarbeiter verfügen über die erforderliche Fachkunde nach StrlSchV sowie eine gültige Ermächtigung zum Betreten von Kontrollbereichen. Sie absolvieren regelmäßige Strahlenschutzschulungen, Sicherheitsunterweisungen und arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen. Zusätzlich sind branchenübliche Zuverlässigkeitsüberprüfungen selbstverständlich.
Jeder Mitarbeiter trägt ein Personendosimeter zur kontinuierlichen Erfassung der Strahlendosis. Bei Arbeiten mit erhöhter Kontaminationsgefahr werden zusätzlich Inkorporationsmessungen durchgeführt. Alle Dosiswerte werden dokumentiert und im Strahlenschutzregister erfasst. Wir arbeiten nach dem ALARA-Prinzip und optimieren Arbeitsabläufe zur Dosisminimierung.
Ja, wir verfügen über die Expertise und Ausrüstung für Arbeiten in kontaminierten Bereichen verschiedener Dosisleistung. Je nach radiologischer Situation kommen Atemschutz, Schutzanzüge, Fernhantierungstechnik oder zeitoptimierte Arbeitsmethoden zum Einsatz. Vor jedem Einsatz erfolgt eine radiologische Bewertung und Planung durch den Strahlenschutzbeauftragten.
Die Freigabe erfolgt nach den Vorgaben der StrlSchV durch Freimessung der Materialien. Dabei wird nachgewiesen, dass die Freigabewerte unterschritten werden. Nach erfolgreicher Messung und Dokumentation können die Materialien den Kontrollbereich verlassen und wie konventionelle Abfälle entsorgt oder verwertet werden. Wir koordinieren den Freigabeprozess mit den zuständigen Messstellen.
Radioaktive Abfälle werden je nach Aktivität und Art in verschiedene Kategorien eingeteilt (vernachlässigbare Wärmeentwicklung, Wärme entwickelnd). Schwach- und mittelradioaktive Abfälle werden konditioniert (z.B. in 200-Liter-Fässern oder Containern) und an Zwischen- oder Endlager übergeben. Wir unterstützen bei der sachgerechten Konditionierung und Dokumentation gemäß den Annahmebedingungen.
Der vollständige Rückbau eines Kernkraftwerks erstreckt sich über 15-20 Jahre. Einzelne Abschnitte – wie der Rückbau von Nebenanlagen oder Hilfssystemen – können innerhalb von Monaten bis wenigen Jahren realisiert werden. Die Dauer hängt stark von der Genehmigungssituation, der radiologischen Charakterisierung und den technischen Herausforderungen ab.
Ja, die enge Abstimmung mit der Atomaufsicht und den Genehmigungsbehörden ist essentiell. Wir kennen die Anforderungen und Prozesse und unterstützen unsere Auftraggeber bei der Kommunikation mit den Behörden. Unsere Dokumentation erfüllt die hohen Anforderungen der atomrechtlichen Aufsicht.
Ja, in kerntechnischen Anlagen finden sich häufig auch Asbest, PCB und andere konventionelle Schadstoffe. Wir sanieren diese nach TRGS 519/521 unter Berücksichtigung der besonderen Rahmenbedingungen in Kernkraftwerken (Kontrollbereich, Strahlenschutz, Zutrittskontrolle). Die Koordination beider Gefährdungsbereiche gehört zu unserer Expertise.