Direkt zum Inhalt

Montanindustrie

Die „alten Industrien“ geraten gerade durch die grüne Bewegung der vergangenen Jahre häufig in Verruf.

Wir wissen – gerade im Stahlsektor haben wir in unserer Bundesrepublik hocheffiziente, moderne Unternehmen, die unter höchstem Wettbewerbsdruck tausenden Mitarbeitern Arbeitsplätze bieten. Wir unterstützen hier als Dienstleister, damit unsere Kunden sich auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren können.

Branchenkontext & Besonderheiten

Montanindustrielle Anlagen zeichnen sich durch massive Stahlkonstruktionen, große Dimensionen und häufig erhebliche Kontaminationen aus: Schwermetalle, PAK, Mineralölkohlenwasserstoffe, Asbestoberflächenbeschichtungen und Altlasten im Boden. Gleichzeitig haben viele dieser Anlagen historischen Wert oder stehen unter Denkmalschutz, was einen sensiblen Umgang erfordert.

Westschrott hat seine Wurzeln in der Montanindustrie und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Rückbau von Bergbau- und Stahlwerksanlagen. Wir kennen die technischen Besonderheiten, die typischen Kontaminationen und die Balance zwischen wirtschaftlichem Rückbau und Erhaltung schützenswerter Bausubstanz.

Dimension & Stahlbau

  • Massive Stahlkonstruktionen (Hochöfen, Gasometer, Fördergerüste)
  • Große Maschinenfundamente aus Stahlbeton
  • Demontage tonnenschwerer Aggregate (Pressen, Walzgerüste, Gießkräne)
  • Höhenarbeiten an Förderanlagen und Bunkern

Altlasten & Kontamination

  • Schwermetallkontaminationen (Blei, Cadmium, Arsen, Chrom)
  • PAK-Belastungen aus Kokerei-Produkten
  • Mineralölkontaminationen aus Hydraulik und Schmierung
  • Asbesthaltige Brandschutzbeschichtungen und Dämmungen
  • Bodenverunreinigungen durch jahrzehntelangen Betrieb

Denkmalschutz & Nachnutzung

  • Erhaltung schützenswerter Bausubstanz (z.B. Fördertürme, Maschinenhallen)
  • Selektiver Rückbau unter denkmalschützerischen Aspekten
  • Vorbereitung für Nachnutzungskonzepte (Industriemuseen, Eventlocations)
  • Abstimmung mit Denkmalschutzbehörden

Wie Westschrott Sie unterstützt

Expertise im Rückbau montanindustrieller Anlagen

Als Unternehmen mit Wurzeln in der Montanindustrie verfügen wir über umfassende Erfahrung im Rückbau von Zechen, Kokereien, Stahlwerken und verwandten Anlagen. Wir kennen die Konstruktionsweisen, die typischen Schadstoffe und die besonderen Herausforderungen dieser Industriebauten. Unsere Großgeräte und spezialisierten Teams sind für die Dimensionen montanindustrieller Anlagen ausgelegt.

Altlastensanierung & Bodensanierung

Montanstandorte sind häufig großflächig kontaminiert durch jahrzehntelangen Betrieb. Wir führen Gefährdungsabschätzungen durch, erstellen Sanierungskonzepte und setzen Bodensanierungen um – von selektivem Bodenaustausch über Bodenwäsche bis zur Deponierung. Dabei beachten wir die Anforderungen des Bodenschutzgesetzes und stimmen uns eng mit Bodenschutzbehörden ab.

Schadstoffsanierung unter erschwerten Bedingungen

Asbestbeschichtungen auf Stahlträgern, PAK-haltige Teerprodukte, schwermetallhaltige Stäube – die Schadstoffsituation in Montananlagen ist komplex. Wir sanieren diese Schadstoffe fachgerecht nach TRGS und entwickeln spezielle Verfahren für außergewöhnliche Kontaminationen. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und der Umweltschutz stehen dabei an erster Stelle.

Stahlverschrottung & Verwertung

Montananlagen enthalten enorme Mengen verwertbarer Sekundärrohstoffe – oft in hochwertigen Qualitäten. Wir demontieren sortenrein, trennen Stahlsorten (Baustahl, Guss, Edelstahl) und führen die Materialien hochwertiger Verwertung zu. Durch professionelle Sortierung erzielen wir maximale Erlöse, die die Rückbaukosten erheblich reduzieren können.

Logistikleistungen

Die Demontage industrieller Großanlagen erfordert durchdachte Logistikkonzepte. Wir koordinieren Schwertransporte, organisieren die fachgerechte Zwischenlagerung und steuern die Materialströme zu Verwertung, Entsorgung oder Weiterverarbeitung. Dabei behalten wir Terminketten, Genehmigungen und die Verfügbarkeit spezialisierter Transportmittel stets im Blick.

FAQs

In ehemaligen Zechen, Kokereien und Stahlwerken finden sich typischerweise: Schwermetalle (Blei, Cadmium, Arsen aus Erzen), PAK (aus Kokereibetrieb und Teerprodukten), Mineralöle (aus Hydraulik und Schmierung), Cyanide (aus Gasreinigung), Asbestbeschichtungen (Brandschutz) und Phenole. Das Schadstoffspektrum ist breit und erfordert eine gründliche Erkundung vor Rückbau.

Ja, wir verfügen über Erfahrung im Umgang mit denkmalgeschützten Industriebauten. Wir arbeiten eng mit Denkmalschutzbehörden zusammen und führen selektive Rückbauten durch, bei denen schützenswerte Bausubstanz erhalten bleibt. Fotodokumentation, behutsame Demontage und Wiederverwendbarkeit von Bauteilen stehen dabei im Fokus.

Bei Standorten über alten Grubenbauen führen wir Methanmessungen durch und setzen bei Bedarf Schutzmaßnahmen um: Belüftung, Gasmessgeräte, ex-geschützte Werkzeuge. Bei Tagesbruchgefahr erfolgt vorab eine bergbauliche Bewertung und ggf. Verfüllung von Hohlräumen. Die Abstimmung mit Bergbehörden und Sachverständigen ist selbstverständlich.

Die riesigen Stahlmengen aus Hochöfen, Walzwerken und Stahlkonstruktionen sind wertvolle Sekundärrohstoffe. Wir trennen sortenrein (Baustahl, Gusseisen, Edelstahl, Buntmetalle) und führen die Materialien hochwertiger Verwertung zu. Bei großen Projekten können die Schrotterlöse die Demontagekosten erheblich reduzieren oder sogar überkompensieren.

Großprojekte wie der Rückbau eines Stahlwerks oder einer Zeche erstrecken sich über mehrere Jahre. Kleinere Anlagen oder Teilstilllegungen können innerhalb von Monaten realisiert werden. Die Projektdauer hängt von Größe, Kontaminationsgrad, Genehmigungsverfahren und der Frage ab, ob Teile erhalten bleiben sollen. Nach Bestandsaufnahme erstellen wir einen realistischen Projektplan.

Ja, Bodensanierungen gehören zu unserem Leistungsspektrum. Montanstandorte sind oft großflächig kontaminiert. Nach Beprobung und Gefährdungsabschätzung erstellen wir Sanierungskonzepte: selektiver Bodenaustausch, on-site-Behandlung oder Deponierung. Bei großen Flächen arbeiten wir mit spezialisierten Sanierungsunternehmen zusammen.

Die Kosten hängen stark von Größe, Schadstoffbelastung und örtlichen Gegebenheiten ab. Verwertbare Stahlschrotte können die Kosten deutlich reduzieren – bei günstigen Projekten sogar einen Überschuss erzielen. Altlastensanierungen hingegen sind kostenintensiv. Nach Schadstofferkundung und Bestandsaufnahme erstellen wir eine transparente Kostenschätzung mit Erlösabschätzung.

Je nach Anlage und Standort sind verschiedene Genehmigungen erforderlich: Abbruchgenehmigung, abfallrechtliche Genehmigungen, bergbehördliche Genehmigungen (bei Bergbaufolgen), denkmalschutzrechtliche Genehmigungen, wasserrechtliche Erlaubnisse (bei Grundwasserkontamination). Wir übernehmen die Beantragung und Abstimmung mit allen Behörden.